Nachtrag zur WB vom Gründonnerstag

Ziel der Veranstaltung war es, ein gemeinsames Verständnis für die Umsetzung des Moduls «Medien und Informatik» über alle Zyklen hinweg zu entwickeln und erste konkrete Schritte zu machen. Beim gemeinsamen Einstieg wurde der Kompetenzaufbau anhand eines Rasters eingeführt, sowie Webplattformen für die Umsetzung präsentiert: meta.wintablets.ch und meta.ipadschule.ch.

Die Rückmeldungen zum Raster wurden in Form von Kommentaren in die digitale Version übertragen: Raster Kompetenzaufbau

Es können auch nachträglich Kommentare ergänzt werden. Hier ein paar allgemeine Rückmeldungen, die den Flips entnommen wurden (Klammerbemerkungen bei Verständnisproblemen meinerseits):

  • Gutes Arbeitsinstrument
  • sehr übersichtlich
  • Z1 klar
  • Z2/3 schwierig, bzw. zeitintensiv (nicht alle SuS auf gleichem Stand)
  • Übertritt iPad > PC: neue Benutzungskonzepte, z.B. Dateiexplorer
  • Einführungsphase ≠ sie könne es!
  • Z1: unrealistisch mit aktuellen Gerätezahl
  • viel Zeit? (> habe ich nicht verstanden…)
  • Freiheit: Medien, Vielfalt, Umsetzung (> habe ich nicht verstanden)
  • Medienkompetenzen auch analog > keine Panik!
  • Vieles mach man schon nebenbei, nicht bewusst
  • Kinder bringen vieles rein
  • einiges für LP sehr aufwändig > Mehrwert für SuS? (z.B.?)

Nach der Pause wurden in Stufen konkrete Unterrichtsbausteine erarbeitet. > Flips der Schlussrunde im Buck

Hier nochmals die Adresse der Linkliste zur Veranstaltung:

http://schabi.ch/c/lindau

Materialsammlung für den Informatikunterricht

Auch wenn beispielsweise an der Sek das fehlende Lehrmittel bemängelt wird: An geeigneten Materialien für «Medien und Informatik» mangelt es sicher nicht. Letzthin bin ich über eine weitere Materialsammlung der Forschungsstelle «Digitale Nachhaltigkeit» der Uni Bern gestolpert: https://lp21informatik.ch. Das grosse Problem ist allerdings weniger der Mangel an Materialien und Ideen, als vielmehr aus dieser Fülle die richtige Wahl zu treffen. Viele Materialien überschneiden sich, bei der einen Sammlung gefällt mir vielleicht nur ein Teilbereich, der bei einer anderen Sammlung nicht überzeugend gelöst ist. Diese Wahl zu treffen braucht einfach unglaublich Zeit. Und kaum hat man sich festgelegt, taucht am Horizont garantiert die ultimative neue Lösung auf…

Trotzdem, hier zusammenfassend nochmals weitere themen- bzw. plattformspezifische Sammlungen für die Informatik der PHZH:

Digitale Moral

Durch KI (künstliche Intelligenz) ergeben sich ganz neue ethische Problemstellungen: Wie steht es mit der Schuldfrage bei selbstgesteuerten Maschinen? Wie sollen sie für bestimmte Situationen programmiert werden? Mit solchen Fragestellungen ergeben sich interessante Verbindungen zwischen «Religion, Kulturen, Ethik» und «Medien und Informatik». Als Einstieg in die Diskussion könnte folgende Plattform genutzt werden, bei der es Dilemmata in Bezug auf ein selbstfahrendes Auto mit einer akuten Bremsstörung zu lösen gilt: http://moralmachine.mit.edu/hl/de

Soll das Auto geradeaus fahren und die Fussgänger (Hund, übergewichtige Frau, alter Mann) töten, die bei Rot über die Strasse gehen? Oder soll es in den Betonblock steuern und alle Insassen töten?

Wenn wir schon bei Ethik und Philosophie sind: Die SRF-Seite «Filosofix» finde ich super! Die Gedankenexperimente sind sehr anregend und für den schulischen Einsatz stehen Arbeitsmaterialien bereit.

Musik komponieren mit KI


Wer heute (21.3.2019) Google aufruft, wird zu einem musikalischen Experiment aufgefordert: Du kannst beliebige Noten eingeben und Google sucht in Bachs Kompositionen mittels künstlicher Intelligenz (KI) nach passenden Harmonien. Ich bin zwar ein Musikfan, aber leider absolut talentfrei. Meine Komposition ist an Anmut und Eleganz aber schlicht nicht zu übertreffen!

Hier meine völlig zufällig zusammengeklickte Komposition: https://g.co/doodle/sc7hvq

Naja, was heisst das nun für den Musikunterricht? Muss man sich nun nicht mehr mit Harmonielehre auseinandersetzen? Macht man das überhaupt in der Sek? Wie auch immer: Interessant (und beileibe nicht neu) ist, dass der Kompositionslehre mathematische Regeln zugrunde liegen. Das Wissen um diese Regeln ist beim Musizieren essentiell, den kreativen Funken ersetzt das allerdings natürlich trotzdem nicht.

Digitale Medien lassen sich im Musikunterricht in verschiedenster Weise für Experimente, aber auch für das Verständnis von Komposition und Arrangement einsetzen. Spannend ist beispielsweise diese Plattform: https://learningmusic.ableton.com/de/

Auf meta.wintablets.ch haben wir weitere Tipps und Ideen für den Musikunterricht zusammengestellt: https://meta.wintablets.ch/musik/

Bildschirmpause

Bewegung im Unterricht ist nicht nur im Zusammenhang mit digitalen Medien eine wichtige Abwechslung – verschiedene Online-Plattformen können dich dabei unterstützen. Hier findest du eine kleine Übersicht:

Alternative Suchmaschinen

Es muss nicht immer Google sein. Auch mit Bing oder Yahoo! hat man meist sehr brauchbare Suchergebnisse. All diesen Diensten ist aber gemeinsam, dass sie sehr erpicht sind auf deine Daten und diese für Werbezwecke mit Dritten teilen. Deshalb hier mal eine Sammlung von möglichen Alternativen, die in Bezug auf den Datenschutz unbedenklicher sind:

Alternative Suchmaschinen weiterlesen

Informatik im Zyklus 1

Meine Kollegin Andrea Kern gibt mächtig Gas für den Zyklus 1. Im Moment entsteht mit Mia Minis ein attraktives Weiterbildungsangebot für Kindergärter/innen und Unterstufenlehrpersonen.

Auf die Informatiktage hin hat Andrea viele Materialen für Informatik im Zyklus 1 zusammengestellt:

Schabi-Seite mit Links und Materialen für den Informatikunterricht im Zyklus 1

Im Rahmen der Informatiktage werden die Materialien für Hello Ruby mit einer Klasse erprobt. Ich darf dabei einen Posten übernehmen und freue mich gewaltig darauf. Ich werde an der Fachteamsitzung darüber berichten.

Ad-Blocker – pro und contra

Werbung im Netz ist oft ein Ärgernis – im schulischen Kontext erst recht. Oft ist die automatisch integrierte Werbung für Kinderaugen völlig ungeeignet – die Schule hat eine Verantwortung, die Schüler/innen davor zu schützen. Also klar: Ad-Blocker installieren und das Problem ist gelöst! Leider ist es ein bisschen komplizierter. Hier deshalb ein paar Gedanken dazu…

Werbung kann durchaus dekorativen Charakter haben 😉

Im folgenden Artikel werden Argumenten für oder gegen Ad-Blocker einigermassen verständlich und differenziert dargestellt:

https://www.avg.com/de/signal/5-reasons-you-should-use-an-adblocker

Was der Artikel gänzlich ausblendet nimmt der folgende, klar subjektive Artikel auf: http://www.lousypennies.de/2015/10/18/argumente-der-adblocker/

Letztlich ist die Werbung der Preis für die Gratiskultur, an die wir uns so gewöhnt haben. Eine Gratiskultur notabene, bei der das permanente Schielen auf die Quote unglaublich viel Schund und Fake befördert. Viele inhaltlich hervorragende Webangebote finanzieren sich über Werbung. Durch Ad-Blocker entgehen den Autor/innen die Einnahmen. Wer einen Ad-Blocker installiert, müsste also konsequenterweise bereit sein, für die Inhalte zu bezahlen und v.a. auch selber qualitativ gute Inhalte zu publizieren.

Hier ein paar konkrete Konsequenzen, die sich aus diesen Überlegungen ableiten lassen:

  • schabi ist werbefrei und bis zu zwei Seiten gratis. Müsste man nicht den Entwickler mit einer Schulhaus-Lizenz unterstützen, damit er sein Angebot weiterhin werbefrei pflegen kann? Das Gleiche gilt für Padlet oder Book Creator.
  • Das Teilen von Unterrichtsmaterialien müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Sie wurden letztlich mit Steuergeldern finanziert – gehören unsere Materialien damit nicht eigentlich der Öffentlichkeit? Natürlich ist nicht alles für die Öffentlichkeit geeignet. Wenn alle alles teilen, gäbe das einen ungeheuren Wildwuchs. Ausserdem viele Materialien urheberrechtlich wohl im Klassenverband einsetzbar, nicht aber darüber hinaus.
  • Technische Massnahmen sind das eine, v.a. aber braucht es in Bezug auf Werbung eine pädagogische Begleitung. Kinder und Jugendliche müssen lernen, Werbung zu erkennen und einen kritischen Umgang damit entwickeln. Sind wir kompetent genug, um diese Begleitung zu leisten?

Mindmapping-Dienste

Im Unterschied zu einer herkömmlichen Mindmap auf Papier lässt sich mit der Online-Variante zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten, die Inhalte lassen sich problemlos im Nachhinein umzustrukturieren und über Links kann man auf weiterführende Informationen verweisen.

Die meisten Dienste ködern die User mit einem Gratisdienst mit eingeschränkter Funktionalität und einer Dateilimite. Für eine intensivere Nutzung geht’s dann schnell ins Geld.

MindMeister

Mein Lieblingsdienst ist Mindmeister. Die Bedienung ist denkbar einfach und gleichzeitig sehr mächtig.

Das Basis-Angebot ist gratis, aber auf drei Maps beschränkt. Für Schüler/innen reicht das in der Regel vollauf, willst du mit der Klasse zusammenarbeiten kommst du als Lehrperson aber schnell ans Limit. Die Edu-Preise sind aber vergleichsweise human…
Das Tool hat aber eine hervorragende Hilfe: http://www.mindmeister.com/de/help

Sketchboard.io

Eine unbeschränkte Nutzung, auch ohne Account, ist mit sketchboard.me möglich. Die Bedienung ist vielleicht nicht ganz so intuitiv wie MindMeister, dafür lässt sich das Tool auch für Skizzen oder für Infografiken (z.B. Organigramme) nutzen.

Damit wäre auch gleich wieder mal auf meta.wintablets.ch (für LP) und wintablets.ch (für SuS) verwiesen.