Alternative Suchmaschinen

Es muss nicht immer Google sein. Auch mit Bing oder Yahoo! hat man meist sehr brauchbare Suchergebnisse. All diesen Diensten ist aber gemeinsam, dass sie sehr erpicht sind auf deine Daten und diese für Werbezwecke mit Dritten teilen. Deshalb hier mal eine Sammlung von möglichen Alternativen, die in Bezug auf den Datenschutz unbedenklicher sind:

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Informatik im Zyklus 1

Meine Kollegin Andrea Kern gibt mächtig Gas für den Zyklus 1. Im Moment entsteht mit Mia Minis ein attraktives Weiterbildungsangebot für Kindergärter/innen und Unterstufenlehrpersonen.

Auf die Informatiktage hin hat Andrea viele Materialen für Informatik im Zyklus 1 zusammengestellt:

Schabi-Seite mit Links und Materialen für den Informatikunterricht im Zyklus 1

Im Rahmen der Informatiktage werden die Materialien für Hello Ruby mit einer Klasse erprobt. Ich darf dabei einen Posten übernehmen und freue mich gewaltig darauf. Ich werde an der Fachteamsitzung darüber berichten.

Ad-Blocker – pro und contra

Werbung im Netz ist oft ein Ärgernis – im schulischen Kontext erst recht. Oft ist die automatisch integrierte Werbung für Kinderaugen völlig ungeeignet – die Schule hat eine Verantwortung, die Schüler/innen davor zu schützen. Also klar: Ad-Blocker installieren und das Problem ist gelöst! Leider ist es ein bisschen komplizierter. Hier deshalb ein paar Gedanken dazu…

Werbung kann durchaus dekorativen Charakter haben 😉

Im folgenden Artikel werden Argumenten für oder gegen Ad-Blocker einigermassen verständlich und differenziert dargestellt:

https://www.avg.com/de/signal/5-reasons-you-should-use-an-adblocker

Was der Artikel gänzlich ausblendet nimmt der folgende, klar subjektive Artikel auf: http://www.lousypennies.de/2015/10/18/argumente-der-adblocker/

Letztlich ist die Werbung der Preis für die Gratiskultur, an die wir uns so gewöhnt haben. Eine Gratiskultur notabene, bei der das permanente Schielen auf die Quote unglaublich viel Schund und Fake befördert. Viele inhaltlich hervorragende Webangebote finanzieren sich über Werbung. Durch Ad-Blocker entgehen den Autor/innen die Einnahmen. Wer einen Ad-Blocker installiert, müsste also konsequenterweise bereit sein, für die Inhalte zu bezahlen und v.a. auch selber qualitativ gute Inhalte zu publizieren.

Hier ein paar konkrete Konsequenzen, die sich aus diesen Überlegungen ableiten lassen:

  • schabi ist werbefrei und bis zu zwei Seiten gratis. Müsste man nicht den Entwickler mit einer Schulhaus-Lizenz unterstützen, damit er sein Angebot weiterhin werbefrei pflegen kann? Das Gleiche gilt für Padlet oder Book Creator.
  • Das Teilen von Unterrichtsmaterialien müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Sie wurden letztlich mit Steuergeldern finanziert – gehören unsere Materialien damit nicht eigentlich der Öffentlichkeit? Natürlich ist nicht alles für die Öffentlichkeit geeignet. Wenn alle alles teilen, gäbe das einen ungeheuren Wildwuchs. Ausserdem viele Materialien urheberrechtlich wohl im Klassenverband einsetzbar, nicht aber darüber hinaus.
  • Technische Massnahmen sind das eine, v.a. aber braucht es in Bezug auf Werbung eine pädagogische Begleitung. Kinder und Jugendliche müssen lernen, Werbung zu erkennen und einen kritischen Umgang damit entwickeln. Sind wir kompetent genug, um diese Begleitung zu leisten?

Mindmapping-Dienste

Im Unterschied zu einer herkömmlichen Mindmap auf Papier lässt sich mit der Online-Variante zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten, die Inhalte lassen sich problemlos im Nachhinein umzustrukturieren und über Links kann man auf weiterführende Informationen verweisen.

Die meisten Dienste ködern die User mit einem Gratisdienst mit eingeschränkter Funktionalität und einer Dateilimite. Für eine intensivere Nutzung geht’s dann schnell ins Geld.

MindMeister

Mein Lieblingsdienst ist Mindmeister. Die Bedienung ist denkbar einfach und gleichzeitig sehr mächtig.

Das Basis-Angebot ist gratis, aber auf drei Maps beschränkt. Für Schüler/innen reicht das in der Regel vollauf, willst du mit der Klasse zusammenarbeiten kommst du als Lehrperson aber schnell ans Limit. Die Edu-Preise sind aber vergleichsweise human…
Das Tool hat aber eine hervorragende Hilfe: http://www.mindmeister.com/de/help

Sketchboard.io

Eine unbeschränkte Nutzung, auch ohne Account, ist mit sketchboard.me möglich. Die Bedienung ist vielleicht nicht ganz so intuitiv wie MindMeister, dafür lässt sich das Tool auch für Skizzen oder für Infografiken (z.B. Organigramme) nutzen.

Damit wäre auch gleich wieder mal auf meta.wintablets.ch (für LP) und wintablets.ch (für SuS) verwiesen.

PDFs bearbeiten

Der grosse Vorteil von PDFs ist bekanntlich, dass sie auf allen Computern gleich ausschauen, unabhängig vom Betriebssystem, von installierten Schriften und verwendeter Software. Ausserdem können PDFs im Prinzip auch nicht bearbeitet werden, da sie quasi eine virtuelle Druckerdatei darstellen.

Manchmal möchte man aber doch noch eine Kleinigkeit ändern oder mehrere PDFs zu einer Datei zusammenführen. Wie die Formulierung «im Prinzip…» andeutet, gibt es durchaus Bearbeitungsmöglichkeiten, allerdings sind diese oft umständlich und v.a. über meist sehr teure Software möglich (Adobe Acrobat Pro).

Für kleinere Eingriffe unter Windows, insbesondere, um PDFs zu teilen oder zusammenzuführen verwende ich folgende Webtools:

Smallpdf

Klein aber fein ist das Motto dieses schicken kleinen Webdiensts: PDFs lassen sich in verschiedene Formate konvertieren (und umgekehrt), zusammenführen, teilen, drehen und verkleinern. Die Bedienung ist denkbar einfach. Einziger Wehmutstropfen: Die Gratisnutzung ist auf zwei Aktionen pro Stunde beschränkt. Für eine sporadische Nutzung reicht das allerdings bei Weitem.

https://smallpdf.com/de/

PDFescape

Dieser Dienst ist zwar weniger elegant gestaltet, dafür ohne Einschränkung benutzbar.

https://www.pdfescape.com

Ich denke beide Dienste sind sehr intuitiv in der Bedienung. Falls es Probleme gibt oder eine Anleitung gewünscht wird, einfach wieder melden…

Ideensammlungen

Im Blog war es in letzter Zeit etwas ruhig – nun, möge das neue Jahr frischen Schwung in diesen Kanal bringen!

Anstatt eines einzelnen Tools sollen für einmal Ideensammlungen für den Einsatz und die Thematisierung von digitalen Medien vorgestellt werden.

Medienpädagogik Praxisblog

Dieser Blog ist ein Urgestein und zufälligerweise arbeitet der Gründer in unserem Team an der PH: Eike Rösch. Hier findest du eine Unzahl praxistauglicher Ideen für das Lernen mit und über Medien.

https://www.medienpaedagogik-praxis.de


digital.learning.lab

Eine neue Plattform, auf die ich erst kürzlich (durch den oben erwähnten Praxisblog) aufmerksam geworden bin. Die Plattform ist sehr systematisch aufgebaut und dürfte für mich zu einer wichtigen Inspirationsquelle werden…

https://digitallearninglab.de


Openadvent

Über diese Plattform bin ich, wie der Name andeutet, im letzten Advent gestolpert. Mittlerweile ist sie aber nicht mehr als Kalender aufbereitet und ich hoffe, sie überdauert die Adventszeit noch ein Weilchen, denn sie hat toll aufbereitete Beiträge mit hilfreichen Tutorials.

https://www.openadvent.de/


Frisch ab Presse

Auf dieser Website werden Unterrichtsmaterialien für verschiedenste Themen angeboten. Die habe ich nun gar nicht richtig angeschaut sondern v.a. im Blog zu Tools rumgestöbert. Hier findest du sicher noch den einen oder anderen nützlichen Online-Dienst.

https://www.frischabpresse.ch/category/online-tools-fuer-lehrpersonen/

Mehrwert?!

Bei Weiterbildungen und Beratungen werde ich immer wieder mal nach dem «Mehrwert» von digitalen Medien gefragt. Zuweilen ufert das dann in eine Diskussion aus, bei der ich wortreich die Vorzüge des Digitalen schildere, worauf sofort wieder ein «Aber, …» folgt. Nicht selten habe ich dann das Gefühl, dass mein Gegenüber zwanghaft versucht, sich in seinen Widerständen zu bestätigen. Mittlerweile frage ich zurück: Braucht es denn einen Mehrwert? Einen Mehrwert gegenüber was genau? Was ist der Mehrwert eines Lückentextes oder der Wandtafel?

Ich möchte euch einen Text von Axel Krommer ans Herz legen, der meiner Meinung nach die leidige Mehrwert-Diskussion sehr treffend auf den Punkt bringt:

Wider den Mehrwert! Oder: Argumente gegen einen überflüssigen Begriff

Wer sucht, der findet

Die Nutzung einer Suchmaschine macht erst ab der fünften Klasse wirklich Sinn. Vorher gibst du idealerweise das Informationsangebot vor (spezifische Seite, Kindersuchmaschine).

Im Lehrmittel «Connected» gibt es ein umfangreiches Kapitel zur Websuche. Dabei geht es insbesondere auch um die Funktion einer Suchmaschine und um die Beurteilung der Informationsqualität. Wer sucht, der findet weiterlesen

Rückblick auf die UNM-Tagung

Die UNM-Tagung der PHZH ging heuer zum neunzehnten Mal über die Bühne. UNM stand für «Unterrichten mit Neuen Medien», die ja längst nicht mehr neu sind.

Keynotes

Die Tagung startete mit zwei Referaten , die den Blick öffnen sollten.

Anja Wyden Guelpa erörterte wie sie als Genfer Staatskanzlerin mit ihrem Team das Interesse der Jugendlichen für Politik zu wecken versuchte – nicht nur mit Social Media. Viele Projekte kamen ohne die übliche PR-Maschinerie bei politischen Initiativen aus und kamen wahrscheinlich gerade deshalb so gut an bei der Zielgruppe. Der Filmwettbewerb für politische Ideen wurde beispielsweise in der ganzen Westschweiz zum Selbstläufer (> Ciné Civic). Es wäre grossartig, wenn der Erfolg auf die Deutschschweiz überschwappen würde! Gerade angesichts des grassierenden Populismus, des Wutbürgertums und der Gleichgültigkeit wäre es nötiger denn je, dass Demokratie in der Schule nicht nur als (oft abstrakter) Schulstoff sondern als gelebte Realität Einzug findet…

Die zweite Keynote wurde von Paolo Rüegg bestritten, der in London Design and Engineering studiert. Mit seiner jugendlichen Unbeschwertheit überzeugte er den Saal im Nu, dass nicht alle «Digital Natives einfach permanent am Handy sind und in ihrem Instagram-Channel verblöden» (Original-Zitat, zumindest sinngemäss). Er plädierte für einen lebendigen Informatikunterricht der zu kreativem Denken und Problemlösungsstrategien hinführt. Überhaupt hatte er ein paar pikante Ideen, wie sich die Schule weiterentwickeln müsste – sehr erfrischend!

Workshops

Leider bekam ich nicht viel von den Wahlangeboten mit, weil ich selber je in einen Workshop und eine Session involviert war. Deshalb berichte ich halt von diesen Angeboten.

Virtuelle Rundgänge

In diesem Workshop lernten die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten kennen, virtuelle Touren in den Unterricht zu integrieren. Der Fokus lag dabei hauptsächlich auf der eigenen Produktion von interaktiven Rundgängen. Dabei spielt sich das Lernen auf verschiedenen Ebenen ab: Auf einer inhaltlichen (Geschichte, Geografie, Fremdsprache, …) einer medien-pädagogischen (Wirkung, informatischer Hintergrund…) und einer überfachlichen (Zusammenarbeit, Kreativität, …).

Hier die Linkliste zum Kurs mit allen Materialien: http://schabi.ch/c/unmvr

Hier ein Beispiel, das ich in einer Viertelstunde mit Google Tour Creator erstellt habe (Tipp: Audiokommentar über Zahnradsymbol einschalten):

BYOD

Zusammen mit Andi Hess von der Stadt Zürich bot ich zudem eine Session zu Bring Your Own Device an. Richtig aktuell ist das Thema in der Sek II. In der Volksschule sind dagegen noch diverse Fragen zu klären, v.a. rechtlicher Art. Die Stadt Zürich plant im Jahr 2020 ein freiwilliges BYOD-Projekt für die Sekundarstufe, d.h. die Schüler dürfen ihre eigenen Geräte (meist: Smartphones) mitnehmen. Wer das nicht will oder kann, darf mit einem Schulgerät arbeiten. Als Einstieg setzten sich die Teilnehmer/innen anhand von fiktiven Statements mit verschiedenen Haltungen auseinander.

Darauf erklärte Andi Hess das Vorhaben der Stadt Zürich und stellte sich den live eingeblendeten Fragen aus dem Publikum. Ich hatte anschliessend die Aufgabe die konzeptionellen, pädagogischen, didaktischen und methodischen Hintergründe aufzuzeigen. Kernbotschaft: BYOD ist nicht nur ein Infrastruktur-Angelegenheit, sondern in erster Linie ein Schulentwicklungsprojekt, wie übrigens auch der Umstieg auf ein 1:1 wie es Lindau plant.

Linkliste zur Session: https://schabi.ch/c/byod

Fazit

Für mich ist die UNM-Tagung jedes Mal ein wichtiger Anlass. Weniger, weil ich da inhaltlich viel profitieren würde, sondern viel mehr als Möglichkeit mit vielen Gleichgesinnten in den Austausch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Als alter Hase kommt es mir manchmal fast ein bisschen vor wie an einer Klassenzusammenkunft.