Nachtrag zur WB vom Gründonnerstag

Ziel der Veranstaltung war es, ein gemeinsames Verständnis für die Umsetzung des Moduls «Medien und Informatik» über alle Zyklen hinweg zu entwickeln und erste konkrete Schritte zu machen. Beim gemeinsamen Einstieg wurde der Kompetenzaufbau anhand eines Rasters eingeführt, sowie Webplattformen für die Umsetzung präsentiert: meta.wintablets.ch und meta.ipadschule.ch.

Die Rückmeldungen zum Raster wurden in Form von Kommentaren in die digitale Version übertragen: Raster Kompetenzaufbau

Es können auch nachträglich Kommentare ergänzt werden. Hier ein paar allgemeine Rückmeldungen, die den Flips entnommen wurden (Klammerbemerkungen bei Verständnisproblemen meinerseits):

  • Gutes Arbeitsinstrument
  • sehr übersichtlich
  • Z1 klar
  • Z2/3 schwierig, bzw. zeitintensiv (nicht alle SuS auf gleichem Stand)
  • Übertritt iPad > PC: neue Benutzungskonzepte, z.B. Dateiexplorer
  • Einführungsphase ≠ sie könne es!
  • Z1: unrealistisch mit aktuellen Gerätezahl
  • viel Zeit? (> habe ich nicht verstanden…)
  • Freiheit: Medien, Vielfalt, Umsetzung (> habe ich nicht verstanden)
  • Medienkompetenzen auch analog > keine Panik!
  • Vieles mach man schon nebenbei, nicht bewusst
  • Kinder bringen vieles rein
  • einiges für LP sehr aufwändig > Mehrwert für SuS? (z.B.?)

Nach der Pause wurden in Stufen konkrete Unterrichtsbausteine erarbeitet. > Flips der Schlussrunde im Buck

Hier nochmals die Adresse der Linkliste zur Veranstaltung:

http://schabi.ch/c/lindau

Digitale Moral

Durch KI (künstliche Intelligenz) ergeben sich ganz neue ethische Problemstellungen: Wie steht es mit der Schuldfrage bei selbstgesteuerten Maschinen? Wie sollen sie für bestimmte Situationen programmiert werden? Mit solchen Fragestellungen ergeben sich interessante Verbindungen zwischen «Religion, Kulturen, Ethik» und «Medien und Informatik». Als Einstieg in die Diskussion könnte folgende Plattform genutzt werden, bei der es Dilemmata in Bezug auf ein selbstfahrendes Auto mit einer akuten Bremsstörung zu lösen gilt: http://moralmachine.mit.edu/hl/de

Soll das Auto geradeaus fahren und die Fussgänger (Hund, übergewichtige Frau, alter Mann) töten, die bei Rot über die Strasse gehen? Oder soll es in den Betonblock steuern und alle Insassen töten?

Wenn wir schon bei Ethik und Philosophie sind: Die SRF-Seite «Filosofix» finde ich super! Die Gedankenexperimente sind sehr anregend und für den schulischen Einsatz stehen Arbeitsmaterialien bereit.

Bildschirmpause

Bewegung im Unterricht ist nicht nur im Zusammenhang mit digitalen Medien eine wichtige Abwechslung – verschiedene Online-Plattformen können dich dabei unterstützen. Hier findest du eine kleine Übersicht:

Alternative Suchmaschinen

Es muss nicht immer Google sein. Auch mit Bing oder Yahoo! hat man meist sehr brauchbare Suchergebnisse. All diesen Diensten ist aber gemeinsam, dass sie sehr erpicht sind auf deine Daten und diese für Werbezwecke mit Dritten teilen. Deshalb hier mal eine Sammlung von möglichen Alternativen, die in Bezug auf den Datenschutz unbedenklicher sind:

Alternative Suchmaschinen weiterlesen

Ad-Blocker – pro und contra

Werbung im Netz ist oft ein Ärgernis – im schulischen Kontext erst recht. Oft ist die automatisch integrierte Werbung für Kinderaugen völlig ungeeignet – die Schule hat eine Verantwortung, die Schüler/innen davor zu schützen. Also klar: Ad-Blocker installieren und das Problem ist gelöst! Leider ist es ein bisschen komplizierter. Hier deshalb ein paar Gedanken dazu…

Werbung kann durchaus dekorativen Charakter haben 😉

Im folgenden Artikel werden Argumenten für oder gegen Ad-Blocker einigermassen verständlich und differenziert dargestellt:

https://www.avg.com/de/signal/5-reasons-you-should-use-an-adblocker

Was der Artikel gänzlich ausblendet nimmt der folgende, klar subjektive Artikel auf: http://www.lousypennies.de/2015/10/18/argumente-der-adblocker/

Letztlich ist die Werbung der Preis für die Gratiskultur, an die wir uns so gewöhnt haben. Eine Gratiskultur notabene, bei der das permanente Schielen auf die Quote unglaublich viel Schund und Fake befördert. Viele inhaltlich hervorragende Webangebote finanzieren sich über Werbung. Durch Ad-Blocker entgehen den Autor/innen die Einnahmen. Wer einen Ad-Blocker installiert, müsste also konsequenterweise bereit sein, für die Inhalte zu bezahlen und v.a. auch selber qualitativ gute Inhalte zu publizieren.

Hier ein paar konkrete Konsequenzen, die sich aus diesen Überlegungen ableiten lassen:

  • schabi ist werbefrei und bis zu zwei Seiten gratis. Müsste man nicht den Entwickler mit einer Schulhaus-Lizenz unterstützen, damit er sein Angebot weiterhin werbefrei pflegen kann? Das Gleiche gilt für Padlet oder Book Creator.
  • Das Teilen von Unterrichtsmaterialien müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Sie wurden letztlich mit Steuergeldern finanziert – gehören unsere Materialien damit nicht eigentlich der Öffentlichkeit? Natürlich ist nicht alles für die Öffentlichkeit geeignet. Wenn alle alles teilen, gäbe das einen ungeheuren Wildwuchs. Ausserdem viele Materialien urheberrechtlich wohl im Klassenverband einsetzbar, nicht aber darüber hinaus.
  • Technische Massnahmen sind das eine, v.a. aber braucht es in Bezug auf Werbung eine pädagogische Begleitung. Kinder und Jugendliche müssen lernen, Werbung zu erkennen und einen kritischen Umgang damit entwickeln. Sind wir kompetent genug, um diese Begleitung zu leisten?

Mindmapping-Dienste

Im Unterschied zu einer herkömmlichen Mindmap auf Papier lässt sich mit der Online-Variante zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten, die Inhalte lassen sich problemlos im Nachhinein umzustrukturieren und über Links kann man auf weiterführende Informationen verweisen.

Die meisten Dienste ködern die User mit einem Gratisdienst mit eingeschränkter Funktionalität und einer Dateilimite. Für eine intensivere Nutzung geht’s dann schnell ins Geld.

MindMeister

Mein Lieblingsdienst ist Mindmeister. Die Bedienung ist denkbar einfach und gleichzeitig sehr mächtig.

Das Basis-Angebot ist gratis, aber auf drei Maps beschränkt. Für Schüler/innen reicht das in der Regel vollauf, willst du mit der Klasse zusammenarbeiten kommst du als Lehrperson aber schnell ans Limit. Die Edu-Preise sind aber vergleichsweise human…
Das Tool hat aber eine hervorragende Hilfe: http://www.mindmeister.com/de/help

Sketchboard.io

Eine unbeschränkte Nutzung, auch ohne Account, ist mit sketchboard.me möglich. Die Bedienung ist vielleicht nicht ganz so intuitiv wie MindMeister, dafür lässt sich das Tool auch für Skizzen oder für Infografiken (z.B. Organigramme) nutzen.

Damit wäre auch gleich wieder mal auf meta.wintablets.ch (für LP) und wintablets.ch (für SuS) verwiesen.

PDFs bearbeiten

Der grosse Vorteil von PDFs ist bekanntlich, dass sie auf allen Computern gleich ausschauen, unabhängig vom Betriebssystem, von installierten Schriften und verwendeter Software. Ausserdem können PDFs im Prinzip auch nicht bearbeitet werden, da sie quasi eine virtuelle Druckerdatei darstellen.

Manchmal möchte man aber doch noch eine Kleinigkeit ändern oder mehrere PDFs zu einer Datei zusammenführen. Wie die Formulierung «im Prinzip…» andeutet, gibt es durchaus Bearbeitungsmöglichkeiten, allerdings sind diese oft umständlich und v.a. über meist sehr teure Software möglich (Adobe Acrobat Pro).

Für kleinere Eingriffe unter Windows, insbesondere, um PDFs zu teilen oder zusammenzuführen verwende ich folgende Webtools:

Smallpdf

Klein aber fein ist das Motto dieses schicken kleinen Webdiensts: PDFs lassen sich in verschiedene Formate konvertieren (und umgekehrt), zusammenführen, teilen, drehen und verkleinern. Die Bedienung ist denkbar einfach. Einziger Wehmutstropfen: Die Gratisnutzung ist auf zwei Aktionen pro Stunde beschränkt. Für eine sporadische Nutzung reicht das allerdings bei Weitem.

https://smallpdf.com/de/

PDFescape

Dieser Dienst ist zwar weniger elegant gestaltet, dafür ohne Einschränkung benutzbar.

https://www.pdfescape.com

Ich denke beide Dienste sind sehr intuitiv in der Bedienung. Falls es Probleme gibt oder eine Anleitung gewünscht wird, einfach wieder melden…

Ideensammlungen

Im Blog war es in letzter Zeit etwas ruhig – nun, möge das neue Jahr frischen Schwung in diesen Kanal bringen!

Anstatt eines einzelnen Tools sollen für einmal Ideensammlungen für den Einsatz und die Thematisierung von digitalen Medien vorgestellt werden.

Medienpädagogik Praxisblog

Dieser Blog ist ein Urgestein und zufälligerweise arbeitet der Gründer in unserem Team an der PH: Eike Rösch. Hier findest du eine Unzahl praxistauglicher Ideen für das Lernen mit und über Medien.

https://www.medienpaedagogik-praxis.de


digital.learning.lab

Eine neue Plattform, auf die ich erst kürzlich (durch den oben erwähnten Praxisblog) aufmerksam geworden bin. Die Plattform ist sehr systematisch aufgebaut und dürfte für mich zu einer wichtigen Inspirationsquelle werden…

https://digitallearninglab.de


Openadvent

Über diese Plattform bin ich, wie der Name andeutet, im letzten Advent gestolpert. Mittlerweile ist sie aber nicht mehr als Kalender aufbereitet und ich hoffe, sie überdauert die Adventszeit noch ein Weilchen, denn sie hat toll aufbereitete Beiträge mit hilfreichen Tutorials.

https://www.openadvent.de/


Frisch ab Presse

Auf dieser Website werden Unterrichtsmaterialien für verschiedenste Themen angeboten. Die habe ich nun gar nicht richtig angeschaut sondern v.a. im Blog zu Tools rumgestöbert. Hier findest du sicher noch den einen oder anderen nützlichen Online-Dienst.

https://www.frischabpresse.ch/category/online-tools-fuer-lehrpersonen/

Mehrwert?!

Bei Weiterbildungen und Beratungen werde ich immer wieder mal nach dem «Mehrwert» von digitalen Medien gefragt. Zuweilen ufert das dann in eine Diskussion aus, bei der ich wortreich die Vorzüge des Digitalen schildere, worauf sofort wieder ein «Aber, …» folgt. Nicht selten habe ich dann das Gefühl, dass mein Gegenüber zwanghaft versucht, sich in seinen Widerständen zu bestätigen. Mittlerweile frage ich zurück: Braucht es denn einen Mehrwert? Einen Mehrwert gegenüber was genau? Was ist der Mehrwert eines Lückentextes oder der Wandtafel?

Ich möchte euch einen Text von Axel Krommer ans Herz legen, der meiner Meinung nach die leidige Mehrwert-Diskussion sehr treffend auf den Punkt bringt:

Wider den Mehrwert! Oder: Argumente gegen einen überflüssigen Begriff