Escape Room

Letzthin besuchte ich mit meiner Familie den Escape Room an meiner ehemaligen Wirkungsstätte, der Sek Andelfingen. Was die Klasse 3B1 mit Dominique Druey im Rahmen des Projektunterrichts auf die Beine gestellt hat ist absolut grossartig! Mit geschickter Teamarbeit gelingt es der Gruppe von Raum zu Raum zu gelangen und schliesslich das Rätsel eines vor 100 Jahren verschollenen Lehrers zu lösen. Dass man sich im ehemaligen Luftschutzkeller befindet geht bei der liebevollen Gestaltung eines alten Schulzimmers völlig vergessen. Du fragst dich nun wahrscheinlich, was das das nun mit digitalen Medien zu tun hat. Die Klasse setzt ihre iPads im ganzen Prozess völlig selbstverständlich ein: Von der Kooperation und Kommunikation bei der Planung, bei der Gestaltung des Flyers oder der Buchungsplattform, bis hin natürlich im Escaperoom selbst, wenn es mittels Augmented Realty einen Schritt weiter zu gelangen gilt oder wenn die Betreuer/innen die Gruppe mittels Webcam beobachten und coachen.

Für mich ist das ein Paradebeispiel für gelungenen Projektunterricht und eine wohltuende Abwechslung zum immer gleichen Eier-aus-dem-zweiten-Stock-werfen. Die Schüler/innen lernten auf verschiedensten Ebenen unglaublich viel und sind zurecht mächtig stolz auf ihr Werk. Rätselhaft ist mir aber nach wie vor, warum man die Projektarbeit erst buchstäblich im letzten Schuljahr einführt, und warum man dafür ein Fach macht! In der Welt draussen ist das projektartige Arbeiten Alltag…

Infos auf der Website der Schule:
https://www.sek-andelfingen.ch/7-news/451-escape-room

Escape Room in Andelfingen buchen: http://escaperoomsekandelfingen.simplybook.it

Zeitungsberichte:

YouTube und Fake News

Letzthin hatte ich den Auftrag, einen Kurs über YouTube anzubieten. Ich habe ihn von einem Lehrer geerbt, der kurzfristig ausgefallen ist. In der Ausschreibung standen v.a. die negativen Aspekte der Videoplattform im Zentrum, insbesondere Fake News.

Den Inhalt habe ich dann noch etwas praxis- und handlungsorientierter aufbereitet. Etwas gestaunt habe ich dann schon, als ein Teil der Lehrpersonen trotz vorgängiger Informationen ohne digitale Geräte erschienen ist: Hatten sie das Gefühl, dass Ihnen nun während eines ganzen Nachmittags Ungeheuerlichkeiten präsentiert würden, die den Jugendlichen auf YouTube so begegnen? Erwarteten sie, dass sie sich ihre Vorurteile bestätigen lassen könnten, ohne dass sie einen Bezug zum eigenen Unterricht herstellen zu müssten? Dafür ist Weiterbildungszeit wohl definitiv zu wertvoll.…

Mit dem Lehrplan 21 sind wir definitiv aufgefordert, die Kinder und Jugendlichen zu Medienkompetenz hinzuführen. Eine Kompetenz lässt sich allerdings nicht verordnen, schon gar nicht, wenn man selber nicht darüber verfügt. Aber wie schafft man es denn? Hier ein paar Gedanken dazu:

Sich interessieren

Man muss nicht alles toll finden, was die Jugendlichen im Netz (und sonst wo) anstellen, aber man sollte sie nicht mit moralisierenden (Vor-)Urteilen konfrontieren.

Stattdessen sollte man ihnen mit wachem Interesse begegnen und ihre Faszination zu verstehen versuchen (das heisst nicht dass man sie teilt). Dazu gehört aber auch kritische Fragen zu stellen. In der folgenden Liste findest du einen repräsentativen Querschnitt zu typischen YouTube-Inhalten und Kanälen: http://tiny.phzh.ch/gmi_youtube

In der anschliessend Diskussion wurde beispielsweise gefragt, was der Reiz an «Let’s Play» Videos sei, bei denen man einem Gamer beim spielen zuschaut. Das wurde verschiedentlich wissenschaftlich untersucht, Studienergebnisse findet man z.B. hier.

Manchmal finde ich bei solchen Fragen die Suche nach Analogien interessant: Beispielsweise könnte man es als genauso absurd bezeichnen, wenn Leute freiwillig anderen beim Fussballspielen zuschauen, oder nicht? Oder ist es wirklich so schockierend, wenn Jugendliche als Berufswunsche «YouTuber» angeben? Ist das nicht viel mehr ein Ausdruck einer ziemlich narzistischen und konsumorientierten Welt? War der Berufswunsch Pilot, Rockstar und Schauspielerin nicht genau so unrealistisch und naiv?

Hintergründe verstehen

Um Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Medienkompetenz begleiten zu können, muss man zwangsläufig auch ein gewisses Wissen haben. Wie wird YouTube finanziert? Woher kennt YouTube meine Interessen und Vorlieben? Wie erkenne ich Falschinformationen? Was heisst Deep Fake? Deep Fake kommt von «Deep Learning» (für künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen) und «Fake» (also «falsch»).

Im folgenden SRF-Beitrag (nichts für zartbesaitete Gemüter) wird es erklärt:

Medienkompetenz über eigenes Handeln

Aus meiner Sicht der entscheidende Faktor für den Aufbau von Medienkompetenz ist das eigenen Handeln und das Nachdenken darüber. Indem die Schüler/innen selber Filme produzieren und veröffentlichen werden sie zwangsläufig mit medienbildnerischen Fragestellungen konfrontiert: Wie gestalte ich den Film, damit er seinen Zweck erreicht? Wie ist das schon wieder mit dem Urheberrecht und den Persönlichkeitsrechten der dargestellten Personen? Welche technischen Voraussetzungen müssen beachtet werden? …

In der Linkliste zum Kurs findest du viele Ideen, Materialien und Tools, die dich bei der Nutzung von YouTube im Unterricht unterstützen:

https://www.schabi.ch/c/ytwb

Materialsammlung für den Informatikunterricht

Auch wenn beispielsweise an der Sek das fehlende Lehrmittel bemängelt wird: An geeigneten Materialien für «Medien und Informatik» mangelt es sicher nicht. Letzthin bin ich über eine weitere Materialsammlung der Forschungsstelle «Digitale Nachhaltigkeit» der Uni Bern gestolpert: https://lp21informatik.ch. Das grosse Problem ist allerdings weniger der Mangel an Materialien und Ideen, als vielmehr aus dieser Fülle die richtige Wahl zu treffen. Viele Materialien überschneiden sich, bei der einen Sammlung gefällt mir vielleicht nur ein Teilbereich, der bei einer anderen Sammlung nicht überzeugend gelöst ist. Diese Wahl zu treffen braucht einfach unglaublich Zeit. Und kaum hat man sich festgelegt, taucht am Horizont garantiert die ultimative neue Lösung auf…

Trotzdem, hier zusammenfassend nochmals weitere themen- bzw. plattformspezifische Sammlungen für die Informatik der PHZH:

Digitale Moral

Durch KI (künstliche Intelligenz) ergeben sich ganz neue ethische Problemstellungen: Wie steht es mit der Schuldfrage bei selbstgesteuerten Maschinen? Wie sollen sie für bestimmte Situationen programmiert werden? Mit solchen Fragestellungen ergeben sich interessante Verbindungen zwischen «Religion, Kulturen, Ethik» und «Medien und Informatik». Als Einstieg in die Diskussion könnte folgende Plattform genutzt werden, bei der es Dilemmata in Bezug auf ein selbstfahrendes Auto mit einer akuten Bremsstörung zu lösen gilt: http://moralmachine.mit.edu/hl/de

Soll das Auto geradeaus fahren und die Fussgänger (Hund, übergewichtige Frau, alter Mann) töten, die bei Rot über die Strasse gehen? Oder soll es in den Betonblock steuern und alle Insassen töten?

Wenn wir schon bei Ethik und Philosophie sind: Die SRF-Seite «Filosofix» finde ich super! Die Gedankenexperimente sind sehr anregend und für den schulischen Einsatz stehen Arbeitsmaterialien bereit.

Alternative Suchmaschinen

Es muss nicht immer Google sein. Auch mit Bing oder Yahoo! hat man meist sehr brauchbare Suchergebnisse. All diesen Diensten ist aber gemeinsam, dass sie sehr erpicht sind auf deine Daten und diese für Werbezwecke mit Dritten teilen. Deshalb hier mal eine Sammlung von möglichen Alternativen, die in Bezug auf den Datenschutz unbedenklicher sind:

Alternative Suchmaschinen weiterlesen

Informatik im Zyklus 1

Meine Kollegin Andrea Kern gibt mächtig Gas für den Zyklus 1. Im Moment entsteht mit Mia Minis ein attraktives Weiterbildungsangebot für Kindergärter/innen und Unterstufenlehrpersonen.

Auf die Informatiktage hin hat Andrea viele Materialen für Informatik im Zyklus 1 zusammengestellt:

Schabi-Seite mit Links und Materialen für den Informatikunterricht im Zyklus 1

Im Rahmen der Informatiktage werden die Materialien für Hello Ruby mit einer Klasse erprobt. Ich darf dabei einen Posten übernehmen und freue mich gewaltig darauf. Ich werde an der Fachteamsitzung darüber berichten.

Wer sucht, der findet

Die Nutzung einer Suchmaschine macht erst ab der fünften Klasse wirklich Sinn. Vorher gibst du idealerweise das Informationsangebot vor (spezifische Seite, Kindersuchmaschine).

Im Lehrmittel «Connected» gibt es ein umfangreiches Kapitel zur Websuche. Dabei geht es insbesondere auch um die Funktion einer Suchmaschine und um die Beurteilung der Informationsqualität. Wer sucht, der findet weiterlesen

Rückblick auf die UNM-Tagung

Die UNM-Tagung der PHZH ging heuer zum neunzehnten Mal über die Bühne. UNM stand für «Unterrichten mit Neuen Medien», die ja längst nicht mehr neu sind.

Keynotes

Die Tagung startete mit zwei Referaten , die den Blick öffnen sollten.

Anja Wyden Guelpa erörterte wie sie als Genfer Staatskanzlerin mit ihrem Team das Interesse der Jugendlichen für Politik zu wecken versuchte – nicht nur mit Social Media. Viele Projekte kamen ohne die übliche PR-Maschinerie bei politischen Initiativen aus und kamen wahrscheinlich gerade deshalb so gut an bei der Zielgruppe. Der Filmwettbewerb für politische Ideen wurde beispielsweise in der ganzen Westschweiz zum Selbstläufer (> Ciné Civic). Es wäre grossartig, wenn der Erfolg auf die Deutschschweiz überschwappen würde! Gerade angesichts des grassierenden Populismus, des Wutbürgertums und der Gleichgültigkeit wäre es nötiger denn je, dass Demokratie in der Schule nicht nur als (oft abstrakter) Schulstoff sondern als gelebte Realität Einzug findet…

Die zweite Keynote wurde von Paolo Rüegg bestritten, der in London Design and Engineering studiert. Mit seiner jugendlichen Unbeschwertheit überzeugte er den Saal im Nu, dass nicht alle «Digital Natives einfach permanent am Handy sind und in ihrem Instagram-Channel verblöden» (Original-Zitat, zumindest sinngemäss). Er plädierte für einen lebendigen Informatikunterricht der zu kreativem Denken und Problemlösungsstrategien hinführt. Überhaupt hatte er ein paar pikante Ideen, wie sich die Schule weiterentwickeln müsste – sehr erfrischend!

Workshops

Leider bekam ich nicht viel von den Wahlangeboten mit, weil ich selber je in einen Workshop und eine Session involviert war. Deshalb berichte ich halt von diesen Angeboten.

Virtuelle Rundgänge

In diesem Workshop lernten die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten kennen, virtuelle Touren in den Unterricht zu integrieren. Der Fokus lag dabei hauptsächlich auf der eigenen Produktion von interaktiven Rundgängen. Dabei spielt sich das Lernen auf verschiedenen Ebenen ab: Auf einer inhaltlichen (Geschichte, Geografie, Fremdsprache, …) einer medien-pädagogischen (Wirkung, informatischer Hintergrund…) und einer überfachlichen (Zusammenarbeit, Kreativität, …).

Hier die Linkliste zum Kurs mit allen Materialien: http://schabi.ch/c/unmvr

Hier ein Beispiel, das ich in einer Viertelstunde mit Google Tour Creator erstellt habe (Tipp: Audiokommentar über Zahnradsymbol einschalten):

BYOD

Zusammen mit Andi Hess von der Stadt Zürich bot ich zudem eine Session zu Bring Your Own Device an. Richtig aktuell ist das Thema in der Sek II. In der Volksschule sind dagegen noch diverse Fragen zu klären, v.a. rechtlicher Art. Die Stadt Zürich plant im Jahr 2020 ein freiwilliges BYOD-Projekt für die Sekundarstufe, d.h. die Schüler dürfen ihre eigenen Geräte (meist: Smartphones) mitnehmen. Wer das nicht will oder kann, darf mit einem Schulgerät arbeiten. Als Einstieg setzten sich die Teilnehmer/innen anhand von fiktiven Statements mit verschiedenen Haltungen auseinander.

Darauf erklärte Andi Hess das Vorhaben der Stadt Zürich und stellte sich den live eingeblendeten Fragen aus dem Publikum. Ich hatte anschliessend die Aufgabe die konzeptionellen, pädagogischen, didaktischen und methodischen Hintergründe aufzuzeigen. Kernbotschaft: BYOD ist nicht nur ein Infrastruktur-Angelegenheit, sondern in erster Linie ein Schulentwicklungsprojekt, wie übrigens auch der Umstieg auf ein 1:1 wie es Lindau plant.

Linkliste zur Session: https://schabi.ch/c/byod

Fazit

Für mich ist die UNM-Tagung jedes Mal ein wichtiger Anlass. Weniger, weil ich da inhaltlich viel profitieren würde, sondern viel mehr als Möglichkeit mit vielen Gleichgesinnten in den Austausch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Als alter Hase kommt es mir manchmal fast ein bisschen vor wie an einer Klassenzusammenkunft.

Adventskalender

Schabi-Seite mit Adventskalender – natürlich funktioniert er erst im Dezember!

Auch dieses Jahr gestalten wir wieder einen digitalen Adventskalender. Da sich Zyklus 1 & 2 beteiligt, braucht es im Prinzip nur von jeder Klasse einen Beitrag. Ziel ist es, den Kindern und ihren Eltern einen möglichst vielfältigen multimedialen Einblick in den Schulalltag und die Adventszeit zu eröffnen. Dabei können Bilder, Videos, LearningApps, aber im Prinzip auch beliebige Webinhalte eingebaut werden. Sehr bewährt haben sich beispielsweise auch eBooks, die mit dem Book Creator erstellt wurden.

An der Oberstufe gibt es zwar pro Klasse deutlich mehr Türchen zu füllen, aber da können wir auch noch mit bestehenden Materialien aushelfen (Videos, Quizlet-Stapel, usw.).

Carmen hat letztes Jahr diverse Ideen zusammengestellt, teilweise sind sie mit entsprechend Blogbeiträgen verlinkt:

  • Quizlet (Stapel lassen sich direkt einbauen)
  • LearningApp zu einem passenden Thema erstellen, evt. Sammlung von LearningApps mit der Matrix-App zusammenstellen (> Beispiel)
  • Englisch-Dialog (einfach filmen)
  • Erklärvideo
    • Faltanleitung
    • Bastelanleitung (filmen und nur Hintergrundsmusik ohne Ton)
    • Jonglierkurs (Kinder filmen und werden gefilmt)
    • Tanzschritte vorzeigen (einfach filmen und Kinder zeigen vor)
    • Bechern stapeln (Speedstacking auf youtube, nachversuchen und filmen, erklären, warum gut für Hirn)
    • Rezept filmen/zeigen
    • Anleitung für Quizlet oder ein anderes Lernapp zeigen (z.B. neues Mathelehrmittel)
  • Dokumentarischer Film
    • Tanz
    • Turnunterricht filmen
    • Buch vorstellen
    • Zaubertrick filmen
    • Bottle-Flip (filmen und in slowmotion zeigen, evtl. Tripps geben)
  • Spezielle Filmprojekte > Übersichtsbeitrag im Blog
  • eBook
    • Bastelanleitung im Book Creator (Text und Video und Hintergrundmusik)
    • Fototricks (> Beispiele)
    • Hörrätsel (> Beispiel)
    • Zeichnungen fotografieren und in Diashow präsentieren (z.B. mit Book Creator)
    • Comic oder Fotostory (ComicLife oder Book Creator)
  • Audio
    • Weihnachtsgeschichte vorlesen/verfilmen
    • Hörspiel, Hörbuch produzieren
    • Lied (einfach filmen)
    • Lied mit Instrumenten
    • Minions Song nachspielen

Beispiele vom letzten Jahr: Liste

Organisatorisches

Bitte bis Mitte November ausfüllen: Liste für Kalender

Beurteilung von und mit Medien

Immer wieder werde ich gefragt, wie man denn nun mediale Lernergebnisse beurteilen könne. Oft höre ich auch, dass sich der Aufwand für einen medienbasierten Leistungsnachweis nicht lohne, wenn man dann am Schluss doch wieder eine Prüfung machen muss. Muss man das? Lässt sich wirklich nur beurteilen, was objektiv richtig oder falsch ist? Sagt eine solche Beurteilung wirklich etwas aus über das Verständnis und die Kompetenz eines Schülers oder einer Schülerin? Abgesehen davon wird bei solchen Aussagen oft übersehen, dass bei Medienprojekten eben meist ganz viele verschiedene Kompetenzen erlernt und vertieft werden. Neben rein inhaltlichen Anforderungen spielen überfachliche Kompetenzen (Medienkompetenz, Kooperationsfähigkeit, …) genauso eine zentrale Rolle.

Potential für die formative Beurteilung

Wahrscheinlich unbestritten, aber doch noch wenig genutzt ist das Potential von digitalen Medien für die formative Beurteilung.

Hier stichwortartig ein paar Anregungen:

  • Bereits im Zyklus 1 ist es beispielsweise mit dem Book Creator problemlos möglich, ein Portfolio zu führen. Die Kinder können ihre Lernprodukte fotografieren und über die Audiofunktion oder Videos kommentieren. Später wird die Reflexion zunehmend schriftlich geführt
  • Mit einem Blog (wie hier) lässt sich sehr einfach ein Lerntagebuch führen. Dabei kann das Feedback über die Kommentarfunktion eingebracht werden.
  • Sollen mehr Personen in die Beurteilung des Lernprozesses einbezogen werden, könnte auch eine Online-Pinnwand oder ein kooperativer Texteditor wie ZUMpad eingesetzt werden.
  • Ein Video- oder Audiofeedback ist mit Bordmitteln im Nu erstellt und wirkt oft persönlicher als ein Text.

Möglichkeiten für eine summative Beurteilung

Letztlich hat man die Herausforderung einer möglichst objektiven Leistungsbeurteilung auch in nicht-digitalen Lernerzeugnissen, beispielsweise bei einem Aufsatz. Dabei werden meist inhaltliche Kriterien (Informationsgehalt, Gliederung, Argumentation, …) und formale Kriterien (Rechtschreibung, Wortwahl, Satzbau, …) in die Beurteilung einbezogen. Genau so kann man es auch mit Medienprojekten machen. Am besten erstellt ihr euch im Voraus einen Kriterienraster und überlegt euch eine Punkteverteilung. Der Inhalt sollte dabei meist deutlich stärker gewichtet werden (z.B. 80:20). Damit die Schüler/innen die formalen Kriterien erfüllen können, brauchen sie natürlich eine entsprechende medienpädagogische Unterstützung. Auf ein filmisches Projekt übertragen könnte das heissen: Wie muss ich vorgehen, damit das Bild ruhig und der Ton verständlich ist? Welche Bildeinstellungen eignen sich für welchen Zweck? Wie ist eine Nachrichtensendung aufgebaut? usw.

Tipps

  • Kriterien müssen im Voraus bekannt sein.
  • Keine Beurteilung ohne Selbstbeurteilung (die allermeisten Schüler/innen schätzen sich sehr realistisch, oft eher zu kritisch ein).
  • Medienprojekte brauchen Zeit.

Links und Materialien zur Beurteilung

Medienprojekte:
Beurteilung und Benotung
Beurteilungsraster für Blogs
Vorlagen für Beurteilungsraster (unabhängig von Medienprojekten)
Konkrete Materialien folgen…